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Der Trend ist unverkennbar. Immer mehr Menschen wollen ihr Geld in vermietete Immobilien investieren. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe, oft spielt eine gewisse Angst vor Inflation eine Rolle. Wer also eine Wohnung zur Vermietung sucht, sollte auch das damit verbundene Risiko kennen und auf die eigene Mietsicherheit achten. Die Rede ist von der Kaution, auf die Sie als Vermieter nicht verzichten sollten. Zulässig sind alle Arten von Sicherheitsleistungen, beispielsweise ein Kautionskonto des Mieters, die Hinterlegung oder Bürgschaften.

Wann können Sie diese Mietsicherheit verlangen?

Die Kaution muss Bestandteil des Mietvertrages oder einem Nachtrag sein und wird zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die Übergabe der Wohnungsschlüssel muss also auch erst dann erfolgen, wenn der Mieter die vereinbarte Sicherheit geleistet hat. Wenn Sie eine Sicherheitsleistung durch Hinterlegung, Barkaution oder Kautionskonto vereinbart haben, ist der Mieter berechtigt diese in drei gleichen Teilen zu leisten. Bei einer Barkaution kann der Mieter die Zahlungen von dem Nachweis eines insolvenzfesten Kautionskontos durch den Vermieter abhängig machen. Das hat der BGH in seinem Urteil vom 13. Oktober 2012 AzVIII 2 R 98/10) entschieden. Hat der Mieter dennoch in einer Rate gezahlt, ist die Rückforderung allerdings ausgeschlossen.

In welcher Höhe können Sie Sicherheit verlangen?

Die Kaution darf höchstens das Dreifache der Monatsmiete betragen. Hierbei bleiben Nebenkosten, über die gesondert abzurechnen ist, unberücksichtigt. Bei einer getrennten Umlage der Nebenkosten wird die Höhe der Kaution auf der Basis der Netto (Kalt)Miete verrechnet. Bei einer Bruttomiete ist der Nebenkostenanteil herauszurechnen.

Wie gehen Sie richtig mit der Kaution um?

Als Vermieter haben Sie die Verpflichtung die erhaltene Kaution bei einem Kreditinstitut anzulegen. Mit den Mietern kann aber auch eine andere Vereinbarung getroffen werden. In jedem Fall muss die Anlage getrennt vom Vermögen des Vermieters erfolgen. Legen Sie das Geld bei einer Bank an gilt die 3 monatige Kündigungsfrist für Spareinlagen mit dem entsprechenden Zinssatz. Eine höhere Verzinsung kann ihr Mieter nicht verlangen. Die Zinsen sind dem Mieter gutzuschreiben. Eine zinslose Anlage ist unzulässig, außer bei Wohnraum, der Teil eines Studenten- oder Jugendwohnheimes ist, besteht keine Pflicht, die Kaution zu verzinsen.
Wer eine vermietete Wohnung kauft sollte wissen, daß der bestehende Mietvertrag zu übernehmen ist. (Kauf bricht nicht Miete. §566 BGB)

Foto von Dmitry Zvolskiy von Pexels