Bausparguthaben
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Bausparen ist in den meisten Fällen eine sehr lohnenswerte Investition in die Zukunft. Seit 100 Jahren wird in Deutschland Bausparen genutzt, um Eigenkapital für die eigenen vier Wände anzusparen. Sie sparen Eigenkapital an und finanzieren dann Ihre eigenen vier Wände mit einem besonders günstigen Darlehen. Egal, ob Sie bereits eine Immobilie besitzen oder planen, eine zu kaufen oder zu renovieren – mit einem Bausparvertrag sichern Sie Ihre Zukunft.

Bausparguthaben: Vorsorge für alle Altersgruppen

Träumen Sie von einem eigenen Haus? Vielleicht wollen Sie Ihren Traum in naher Zukunft verwirklichen, weil Sie gerade eine Familie gründen. Oder Sie stehen am Anfang Ihrer Karriere und wollen erst später in die eigenen vier Wände ziehen. Je früher Sie mit Ihrem Immobilienprojekt beginnen, desto besser. So können Sie schon in jungen Jahren beruhigt in die Zukunft blicken: Mit einem Eigenheim können Sie später mietfrei und sorgenfrei leben. Bausparen ist eine lohnenswerte Investition in die Zukunft und eine sehr gute Möglichkeit, Vermögen aufzubauen.

Was ist ein Bausparguthaben?

Ein Bausparguthaben ist die Summe des von Ihnen selbst angesparten Kapitals. Dazu gehören die vom Kunden eingezahlten Sparbeiträge, die Verzinsung des Guthabens, eventuelle zusätzliche Sonderzahlungen des Kunden und die staatliche Förderung. Dies wird auch als Eigenkapital oder Eigenmittel bezeichnet. Das angesparte Kapital wird strikt vom Bauspardarlehen getrennt. Das Bauspardarlehen setzt sich aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und dem angesparten Kapital zusammen.

Was können Sie mit dem Bausparguthaben machen?

Sie können Ihr Bausparguthaben und das Bauspardarlehen für den Bau oder Kauf einer Immobilie sowie für Modernisierungen oder Umschuldungen verwenden. Aber auch der Kauf einer Küche, der Bau eines Kamins oder einer Sauna sind möglich.

Wie wird das Bausparguthaben zugeteilt?

Wenn die vertraglich vereinbarte Höhe des angesparten Kapitals und verschiedene andere Zuteilungskriterien (zum Beispiel die Bewertungszahl) erreicht sind, wird der Bausparvertrag zugeteilt. Dies bedeutet, dass die Voraussetzungen für die Auszahlung des Darlehens erfüllt sind. Das bedeutet, dass der Bausparer über sein angespartes Kapital verfügen kann. Er kann auch das im Vertrag festgelegte Bauspardarlehen beantragen.

Die Bewertungszahl bestimmt die Reihenfolge der Auszahlung des Sparguthabens. Für die Berechnung der Bewertungszahl sind die höhere Summe der Einlagen und der Zeitpunkt der Einzahlung auf das Vertragskonto von Bedeutung. Die Bewertungszahl errechnet sich aus den jeweiligen Zinsen und dem Bewertungszahlfaktor. Diese Zinsen müssen in der Kontoeinlagenliste der bisher vorhandenen Bausparsumme vorhanden sein. Der Bewertungszahlfaktor ist derjenige, der bei Abschluss des Bausparvertrages festgelegt wurde.

Die Bedingungen für die Verwendung von Bausparguthaben

Für eine Darlehensauszahlung sind je nach Bausparkasse Bausparguthaben von etwa 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme erforderlich. Erfolgt die Auszahlung innerhalb der gesetzlichen Bindungsfrist, sind dann besondere Regeln zu beachten. So ist beispielsweise ein Nachweis über die Verwendung der Mittel für Baumaßnahmen erforderlich.

Sobald die Bindungsfrist abgelaufen ist, kann der Bausparer dann aber über das Guthaben verfügen und muss diesen Betrag nicht mehr verbindlich für Baumaßnahmen verwenden. Bei einer vorzeitigen Beendigung des Bausparvertrags können dem Bausparer jedoch Nachteile entstehen. Je nachdem, in welcher Phase sich der Vertrag befindet, verlangen die Bausparkassen teilweise bis zu 1 Prozent der Bausparsumme pro Monat als Entschädigung.

Was ist mit Bausparsumme gemeint?

Die Bausparsumme ist der Betrag, den Sie zur Realisierung Ihres Immobilienvorhabens benötigen. Sie setzt sich zusammen aus dem Sparanteil (Bausparguthaben) und dem Darlehensanteil (Bauspardarlehen).
Da das Bausparen Jahre vor der Realisierung des Immobilienprojekts beginnt, reicht die Bausparsumme nicht immer für das dann konkrete Objekt aus. Sie kann aber angepasst werden, oder die Finanzierung wird durch andere Darlehen oder Kredite ergänzt.

Der Vorteil des klassischen Bausparens: Die Zinssicherheit

Für Bausparer bietet die Konstruktion einen entscheidenden Vorteil: die Zinssicherheit. Sowohl der Sparzins als auch der Darlehenszins sind von vornherein für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Das ist für Menschen mit geringem Einkommen wichtig, weil die monatlichen Raten planbar sind und das Risiko einer finanziellen Überforderung vermieden wird. Gerade in Zeiten hoher Zinsen oder in Phasen mit stark schwankenden Zinssätzen ist die Zinssicherheit ein attraktives Argument für Bausparverträge.